Bestattungsarten
Der letzte Weg –
Eine elementare Entscheidung
Die vier Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft spielen bei dem Übergang vom Diesseits zum Jenseits eine tragende Rolle. Sie symbolisieren Ewigkeiten, Vergänglichkeit und den Kreislauf von Werden und Vergehen auf unterschiedliche Art und Weise.
Erdbestattung
Bei der Erdbestattung handelt es sich um die ursprünglichste und wohl auch älteste Form der Bestattung eines Verstorbenen. Die deutschen Bestattungsvorschriften schreiben für die Erdbestattung die Verwendung eines Sarges vor. Bei der Beerdigung in Stuttgart und Leinfelden-Echterdingen wird der Verstorbene in einem Sarg aus Holz in einer vorgeschriebenen Tiefe begraben. Weiterhin müssen Mindestruhezeiten beachtet werden, die sich regional unterscheiden können. Mittlerweile wurde die Erdbestattung als häufigste Bestattungsform von der Feuerbestattung abgelöst. Die Erdbestattung ist die traditionelle Bestattungsart und bedarf in der Regel keiner besonderen Willenserklärung.
Bei den Grabstätten unterscheidet man zwischen einem Wahlgrab und einem Reihengrab. Gegen eine Gebühr erwirbt man für einen bestimmten Zeitraum das Grabnutzungsrecht.
Wahlgrabstätten sind Grabstätten, bei denen auf Antrag ein Nutzungsrecht für die Dauer von mindestens 20 Jahren erworben und deren Lage von den Angehörigen selbst ausgewählt werden kann. In Wahlgräbern können grundsätzlich zwei Personen übereinander bestattet werden. In breits "doppeltief", so heißt der Fachbegriff, belegten Wahlgräbern sind weitere Erdbestattungen möglich, wenn die Mindestruhezeit des zuletzt Bestatteten abgelaufen ist. Zusätzlich können bis zu vier Urnen beigesetzt werden. Dies bedeutet, dass die Grabstätte über Generationen im Familienbesitz bleiben kann. Näheres regelt die jeweilige Friedhofssatzung.
Reihengrabstätten sind Grabstätten für Erdbeisetzungen, die von der Stadt der Reihe nach belegt und können nicht selbst ausgewählt werden. In jeder Reihengrabstätte darf grundsätzlich nur ein Verstorbener beigesetzt werden. Nach Ablauf der Ruhefrist von 20 Jahren kann das Grabnutzungsrecht nicht verlängert werden und das Grab wird eingeebnet. Eine Verlängerung oder nachträgliche Umwandlung in ein Wahlgrab ist nicht möglich.
Feuerbestattung
Bei der Feuerbestattung wird der Körper in einem Sarg in einem Krematorium dem Feuer übergeben. Die Asche wird danach in eine Urnenkapsel gefüllt, auf der Name, Geburts-, Sterbe- und Einäscherungsdatum des Verstorbenen eingeprägt sind. Bereits seit dem 19. Jahrhundert hat sich die Feuerbestattung auch in Europa vor allem aus hygienischen Gründen zunehmend verbreitet und ist heute sowohl als kirchliche als auch weltliche Bestattung der Erdbestattung gleichgestellt. Eine Feuerbestattung wird über Landesrecht geregelt. Die Art der Bestattung richtet sich nach dem Willen des Verstorbenen. Ist der Wille des Verstorbenen nicht nachweisbar, bestimmen die bestattungspflichtigen Angehörigen darüber. Die Feuerbestattung ist die Voraussetzung für moderne Bestattungsformen. Heute eröffnet die Feuerbestattung viele Möglichkeiten der anschließenden Beisetzung, ob nun in der See, an den Wurzeln eines Baumes, aus einem Heißluftballon in die Luft, ins Weltall oder die Diamantbestattung. Kremationen im Raum Stuttgart Krematorium in Rutesheim möglich.
Luftbestattung
Luft steht für grenzenlose Freiheit und Loslösung. Eins zu werden mit Himmel und Erde – das ermöglicht eine Luftbestattung. Eine Luftbestattung setzt die Einäscherung des Körpers voraus. Die Asche des Verstorbenen wird danach von einem Heißluftballon, einem Hubschrauber oder von einem Flugzeug aus in den Wind verstreut. Angehörige können auf Wunsch teilnehmen. Diese Bestattungssart ist in Deutschland aufgrund der aktuellen Gesetzeslage nicht erlaubt, wird jedoch bereits in einigen europäischen Ländern durchgeführt. Die Asche kann beispielsweise in einer besonderen Zeremonie aus einem Heißluftballon über einem großen Waldgebiet in Frankreich ausgestreut oder bei einem Hubschrauberflug über der Sierra Nevada in Spanien zu verstreut werden. Im Anschluss bekommen die Angehörigen eine Urkunde mit den genauen Koordinaten des Verstreuungsortes. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Weltraumbestattung. Dabei wird ein kleiner Teil der Asche in den Weltraum geschossen. Es besteht die Möglichkeit, einen symbolischen Teil der Asche eines Verstorbenen entweder in eine erdnahe Umlaufbahn zu bringen, auf den Mond zu schicken oder auf eine endlose Reise durch das All zu senden.
Seebestattung
Was früher nur Seeleuten vorbehalten war, können heute auch Menschen mit einer besonderen Verbundenheit zum Meer in Anspruch nehmen. Die Seebestattung ist eine alte Bestattungsform und auf allen Weltmeeren möglich. Die Möglichkeit der Seebestattung einer Urne hat man in Deutschland erst seit dem Jahr 1934. Voraussetzung dafür ist eine Einäscherung. Sie kann in aller Stille oder auch in Begleitung von Angehörigen erfolgen. Die Angehörigen können auf Wunsch der Zeremonie beiwohnen, die nach alten Ritualen durchgeführt wird. Bei einer Seebestattung wird die spezielle Urne aus wasserlöslichem Material im Meer beigesetzt. Dazu fährt ein Schiff auf die offene See hinaus, und der Kapitän übergibt die Urne außerhalb der Dreimeilenzone in der Regel über „Rauhem Grund“ nach den seemännischen Bräuchen dem Meer. Die Angehörigen erhalten nach der Beisetzung eine Seekarte mit den genauen Angaben der Position der Seebestattung und einen Auszug aus dem Logbuch des Beisetzungsschiffes. In Deutschland ist dies ist zur Zeit allerdings nur bei einer Beisetzung in Nord- und Ostsee möglich.
Alternative Bestattungsformen
Die Bestattungskultur befindet sich im Wandel und bietet ständig neue Ausdrucksformen, die meist individueller als die manchmal doch recht starren Bestattungsformen sind, die wir bisher kannten. Wir beraten Sie ganz persönlich und umfassend, auch zu neuen oder ganz regionalen Möglichkeiten, damit Sie sich für die für Sie angemessene Form entscheiden können. Den hier aufgezeigten Bestattungsformen geht eine Feuerbestattung des Körpers voraus. Die Grabstellen sind naturbelassen und bedürfen keiner individuellen Pflege durch die Hinterbliebenen.
Die Baumbestattung
Die Bestattung im Wald wird vor allem von naturverbundenen Menschen gewünscht. Dabei wird die Urne in einem Baumgrabgrab im Wurzelbereich von Bäumen beigesetzt. Die Philosphie dieser Naturbestattung ist, dass der Baum seine Nährstoffe aus der Kremationsasche des Verstorbenen zieht und das Leben so in die Natur übergeht als Sinnbild für das Fortbestehen des Lebens. Der Erwerb eines Baumgrabes ist in Stuttgart auf dem Waldfriedhof und dem Neuen Friedhof in Stuttgart-Weilimdorf oder in Leinfelden möglich. Ansonsten besteht die Möglichkeit die Asche in einem Friedwald www.friedwald.de oder Ruheforst www.ruheforst-deutschland.de beizusetzen. Die Baumgräber werden in ganz Deutschland von Kommunen und Firmen bereitgestellt. FriedWälder sind naturbelassene Waldareale deren Fortbestand durch ein auf 99 Jahre angelegtes, waldschonendes Baumbestattungskonzept gesichert ist. Gemeinschaftsbaum oder Familienbaum? Bei der Baumauswahl besteht die Möglichkeit, sich zwischen einem Platz am Gemeinschaftsbaum oder für den Familien- und Freundschaftsbaum zu entscheiden. An diesem können bis zu zehn Personen beigesetzt werden. FriedWald-Bäume werden mit forstlichem Sachverstand ausgewählt. Sie werden zum natürlichen Grabmal und dienen Angehörigen als Ort des Gedenkens und Erinnerns. Eine Kennzeichnung und Eintragung des ausgewählten Baumes in eine Waldkarte erleichtert Angehörigen das Auffinden des Baumes. Die Grabpflege übernimmt die Natur. Eine Trauerfeier kann vorher oder auch während der Beisetzung im Wald stattfinden. Die nächstgelegenen FriedWälder befinden sich beispielsweise in Münsingen und im Schönbuch.
Die Ascheverstreuung im Gebirge
In den Schweizer Bergen kann die Asche unter einem Baum, einem Felsen oder unter einer Edelweißpflanze beigesetzt werden. Dort kann auch die Asche über einer Almwiese oder in einem Bergbach verstreut werden. In der herrlichen Natur der Alpen in der Schweiz besteht die Möglichkeit, die letzte Ruhe auf einer Almwiese, der „Oase der Ewigkeit“ www.naturbestattungen.de , zu finden.
Der Erinnerungsdiamant
Der Diamant galt schon immer als das Symbol der Unvergänglichkeit und der Erinnerung. Zunehmende Mobilität und Globalisierung erschweren oft den regelmäßigen Besuch und die langjährige Pflege einer Grabstätte. Im Vergleich zu traditionellen Bestattungsarten ist ein Erinnerungsdiamant ein ganz persönlicher Ort der Trauer, der Erinnerung und der Freude. Für die Herstellung des Diamanten wird ein kleiner Teil der Kremationsasche oder eine Haarlocke benötigt. Daraus wird Kohlenstoff extrahiert und zu einem exklusiven Diamanten veredelt. Ein Erinnerungsdiamant ist ein zertifizierter Diamant von hoher Qualität und ein wertvolles Unikat. Nach dem mehrwöchigen Herstellungsprozess können die Diamanten in Schmuckstücke oder andere Gegenstände eingefügt werden und bilden somit eine dauerhafte Erinnerung an die verstorbene Person, ohne dass die Nähe verloren geht. So wird ein Mensch zum Juwel. Bei Interesse informieren wir Sie gern ausführlich in einem persönlichen Gespräch.
Die Urne mit nach Hause nehmen
In Deutschland besteht nach geltender Gesetzeslage Friedhofszwang für die Asche von Verstorbenen. Im Ausland wie beispielswiese in der Schweiz, den Niederlanden oder Frankreich gibt es diese gesetzlichen Vorschriften zum Teil nicht und die Hinterbliebenen können die Asche des Verstorbenen an einem Ort ihrer Wahl aufbewahren. Das Überschreiten der deutschen Landesgrenze ist jedoch nicht gestattet und wird als gesetzwidriger Verstoß geahndet. Wenn Sie an einer Einäscherung im Ausland interessiert sind, dann beraten wir Sie gern in einem persönlichen Gespräch.